Publication 5127

Wright E. (2007) The faith of a social constructionist. SPIEL (Siegener Periodicum zur Internationalen Empirischen Literaturwissenschaft) 26(1): 117–129. Fulltext at https://cepa.info/5127
Im Beitrag wird versucht, Grants Forderung nach einer Neuorientierung der Erkenntnistheorie zu entsprechen. Der Beitrag beginnt mit einer kritischen Analyse realistischer Wahrnehmungstheorien, die die Existenz selbständiger Dinge unabhängig von jeder Wahrnehmung postulieren. Dagegen wird eine sozialkonstruktivistische Position gesetzt, die Wahrnehmung nicht als Repräsentation externer Objekte, sondern als Ergebnis von Prozessen postuliert und von einer differentiellen Korrelation zwischen Wahrnehmung und Objekt ausgeht. Im Vordergrund steht dabei die Inkommensurabilität der unterschiedlichen Wahrnehmungen, die sich auf Handeln und Kommunizieren auswirkt. Wir nehmen lediglich an, dass es Objekte und Bedeutungen in ähnlicher Weise wie für uns auch für die Anderen gibt, solange wir keinen Widerspruch erwarten. Diese operative Fiktion widerspricht Kommunikationstheoretikern wie Austin, Searle oder Habermas, die von einem normalen Sprachgebrauch und einer idealen Sprechsituation ausgehen, in der Bedeutungen für alle gleich sind. Stattdessen müssen wir davon ausgehen, dass jeder einen privaten Gebrauch von der öffentlichen Sprache macht. Die dadurch bedingte elementare Unsicherheit der Kommunikation ist nur durch festen Glauben (faith), nicht durch bloßes Vertrauen (trust) zu ertragen.

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