Publication 7108

Schmidt S. J. (1994) Die Wirklichkeit des Beobachters. [The reality of the observer] In: Merten K., Schmidt S. J. & Weischenberg S. (eds.) Die Wirklichkeit der Medien: Eine Einführung in die Kommunikationswissenschaft. Westdeutscher Verlag, Opladen: 3–19.
Immer wenn Medienskandale die Öffentlichkeit beschäftigen – sei es das Gladbecker Geiseldrama, die Barschel-Affäre oder der Golfkrieg –, wird auch einem breiten Publikum bewußt, daß die Sicherheit der Fakten prekär ist. Was ist Wirklichkeit, was Lüge oder Fiktion? Wer sagt die Wahrheit, wer verschleiert sie? Transportieren Fernsehbilder Abbilder der Wirklichkeit in unsere Wohnzimmer oder inszenieren sie Wirklichkeit(en)? Welche Rolle spielen Reporter und Journalisten als “Beobachter der Wirklichkeit,” welche Funktion kommt Beobachtungsinstrumenten wie Fotoapparat und Fernsehkamera zu? Fragen nach der Wirklichkeit und ihrer verläßlichen Erkennbarkeit sind aber keineswegs Produkte des Medienzeitalters. “Die Wirklichkeit” war, wie es Gottfried Benn in den 20er Jahren einmal formulierte, schon seit den griechischen Philosophen “Europas dämonischer Begriff.” So ist es nur konsequent, daß auch ein Handbuch über Medien und Kommunikation mit der Frage nach der Wirklichkeit und der Rolle des Beobachters beginnt. Vorgestellt wird dabei ein Diskurs über diese Themen, der seit Jahren prononciert kontra-intuitive Auffassungen vertritt und entsprechend heftige Reaktionen herausgefordert hat: der Diskurs des sogenannten Radikalen Konstruktivismus.
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